Donnerstag, 16. Februar 2012

Wintertage in der Schweiz

Diese und letzte Woche habe ich einen Fotografiekurs besucht und die absolut schönsten Bilder will ich euch nicht vorenthalten.

Lago Maggiore

Furkapass

Sihlsee

Fiesch




En liebe Gruess,
Leandra

Mittwoch, 1. Februar 2012

Testbericht - Jatrophaseife von Julie


Da Julie meine Adventskalenderwichtelmama war, hab ich sechs verschiedene Seifen von ihr bekommen. Eine davon war "African Lemon". Ich habe genau die für meinen ersten Testbericht ausgewählt, weil ich zuvor noch nie von Jatrophaöl gehört habe und ich ganz neugierig auf die Seife bin.
African Dream - Jatropaseife
 
Ich habe Julie gefragt, wie sie zum Seife machen gekommen ist und was sie daran so fasziniert.

 Im Grunde genommen kam ich über meine Arbeit mit Jatropha zum Seifeln. Über Recherchen im Internet sowie in der Literatur habe ich immer wieder gelesen, dass man mit Jatrophaöl schon seit 1896 Seife herstellt und dies heute noch in Afrika gemacht wird. Und so wollten auch wir das mal ausprobieren. Da das Öl ja giftig ist, der Giftstoff jedoch durch Zugabe von Natronlauge deaktiviert wird war es nur ein kleiner Schritt zu dem ersten Versuch. Und so haben wir im Labor eine reine Jatrophaseife hergestellt, um sie dann chemisch auf eventuelle Giftstoffe zu untersuchen. Siehe da sie ist absolut ungiftig!

Da ich das so spannend fand mit Lauge und Öl Seife herzustellen begann ich dann zu Hause die verschiedensten Rezepte auszuprobieren. Über das Beautykosmos-Forum eröffnete sich mir dann ein Universum an Rezepten. Auch weil meine Töchter beide Neurodermitis haben und ich ihre Haut nicht unnötig länger mit KK zu belasten. Und siehe da, sie vertragen meine Seife sehr gut. Der nächste Schritt wird dann Creme sein.

Der Grund, wieso ich so gerne Seife mach ist vor allem Spaß und Freude und die Kreativität und die Vielfalt an Möglichkeiten.
Eine Seife kann man durch Farbe, Duft, Kaffee, Seide, Kräuter und ... so vielfältig abwandeln, dass man auf immer mehr neue Varianten kommt, die man noch sieden könnte.
Beim Seife rühren kann ich mich auf mich rückbesinnen, entspannen, diese Zeit gehört mir allein.
Es erfüllt einen mit Stolz, wenn man die Seife so geworden ist, wie man sie sich vorgestellt hat. Und man ist auch stolz, wenn Familie, Freunde und Bekannte die eigenen Werke zu schätzen wissen und gerne nachbestellen

Und ich glaube man versucht immer wieder diesen ersten Kick wie bei der allerersten seife wieder zu erleben. Diese Nervosität, mit Natronlauge herum zu hantieren, das Hibbeln, wenn sie dann im Bettchen schläft und man jede Minute nach ihr schauen muss, diese Ungeduld wann man sie anschneiden und die quälend langen Wochen bis man endlich sich mit ihr waschen kann.
Es ist definitiv eine Sucht.

Nun zurück zur Seife.
"African Lemon" besteht aus Jatrophaöl, Babassuöl, Kokosnussöl und Rizinusöl. Sie ist mit 6% überfettet, ungefärbt und mit Lemongras ÄÖ und Ginkgo-Limette Parfumöl (von Behawe) beduftet.
Der Duft kommt ganz zart durch und unterstützt den Seifeneigengeruch.  Sie riecht ganz sanft zitrusig, aber nicht aufdringlich wie in vielen Putzmitteln sondern eher so wie bei frisch gewaschener Wäsche.  Es ist ein sehr angenehmer und unaufdringlicher Duft.
Die Seife ist rund, hat einen Durchmesser von 6.5cm und eine Dicke von 1.5cm. Ich war positiv davon überrascht wie gut sie sich, trotz ihrer runder Form, in der Hand rotieren lässt.

African Dream - Jatropaseife
 
Der Schaum ist das absolut Beste an dieser Seife. Er fühlt sich an wie eine Mischung aus Creme und Rasierschaum  und ist zuerst grobporig und dann eher feinporig. Es macht unglaublich Spass sich damit zu duschen.

African Dream - Jatropaseife  
 
Die Seife ist jedoch zu eindeutig zu wenig pflegend für meine trockene Winterhaut. Direkt nach dem Abtrocknen hat meine Gesichtshaut zu spannen angefangen und sogar meine Hände waren trocken, obwohl die eigentlich viel aushalten. Ich denke, dass das vor allem am hohen Schaumfettanteil (Kokos und Babassu) liegt.

Fazit:
  • Duft: 4.5
  • Aussehen: 3.5
  • Form: 4
  • Schaum: 5.5
  • Pflege: 3
Wobei 6 die höchst mögliche Wertung ist.
Julie hat einen eigenen Blog und mehr Informationen über Jatropa (leider nur auf Englisch) findet ihr auf jatrosolutions.com

Wenn ihr, meine lieben Leser, nun auch Lust habt mir eine eurer Seifen für einen Testbericht zu Verfügung zu stellen, so schreibt mir doch eine Mail an lele(at)seifechuchi.ch.
Ich würde mich sehr über ganz viele Päckchen freuen!
En liebe Gruess, Lele

Mittwoch, 25. Januar 2012

Soleseife und Nachtrag zu Spülung, Shampoobar und Vogelfutter

Ich hab vor etwas mehr als einem Monat (meine letzte 2011 Seife) eine Seiden Sole Seife gemacht.
Da aber Sole die Farbe schluckt und ich die Seife mal wieder etwas zu spät geschnitten habe, ist sie nicht gerade ein Traum geworden.
Bildunterschrift hinzufügen
Beduftet ist sie mit einer Mischung aus Hyazinte, Rose, Honig, Zeder und Patchouli und der Duft hat sich sehr gut entwickelt!
Der Schaum ist ein absoluter Traum und durch die Seide und die Sole extrem pudrig geworden.

Ich hätte euch gerne eine andere Seife gezeigt, aber weil ich diese und nächste Woche Prüfungen habe, mach ich momentan nichts anderes wie Lernen und natürlich zwischendrin mal kurz bei euren Blogs vorbei schauen.

Dann hab ich bei der Spülung, dem Shampoobar und dem Vogelfutter noch folgendes ergänzt.

Spülung: Ich bin immernoch super zufrieden mit meiner Spülung. Das einzige was mich ein bisschen stört, ist, dass ich mehr Knöpfe als früher habe. Aber ich denke, dass das mit dem Verzicht auf Silikone zusammenhängt. Ich muss zudem aufpassen, dass ich die Spülung nicht allzu lange einwirken lasse, da die Haare sonst zu viel Pflege abkriegen.

Shampoobar: Ich bin immernoch an meinem ersten Stück und verwende ihn sehr gerne. Ich muss meine Haare immernoch nur zwei mal in der Woche waschen und sie glänzen schön.

Vogelfutter: Die Vögel haben mittlerweile schon drei von den "Kuchen" gepickt. Das was nach unten brösmelt, wird von Amseln und Rotkehlchen gepickt und an den "Kuchen" sind vor allem Meisen dran. Das Futter, welches weiter weg vom Haus hängt, ist wesentlich beliebter und wird mindestens alle halbe Stunde besucht.

En liebe Gruess,
Lele

Freitag, 13. Januar 2012

Schichtseife

Ich habe zusammen mit Goldene letzten Dienstag bei ihr zu Hause Seife gemacht.
Ich bin ganz zufrieden damit, wie sie ausschaut.
Der super schöne dunkle Rahmen wird leider nicht bleiben, sondern alles hellbraun wird so dunkel werden. Denn dort ist momentan das PÖ Brown Sugar & Fig am arbeiten, welches die Seife verfärbt.
Zum Glück haben wir den Duft nur in den Schokoladeteil reingetan.

Es hat viel Spass gemacht mit ihr zu Seifeln und wir waren in zwei Stunden durch. :D
Die Seife hat übrigens auf dem Heimweg (1.5 Stunden Zugfahren) fleissig mit gelen angefangen.

En liebe Gruess,
Lele

Freitag, 6. Januar 2012

Shampoobar - Rezept und Anleitung

Ich habe mich ja schonmal an Shampooseife versucht, aber meine Haare mochten die nicht so toll. Da ich aber mittlerweile den grössten Teil meiner Kosmetik selber mache, unter anderem meine Haarspülung, musste endlich ein Shampoo her.
Im Beautykosmos gibt es einen Thread mit Rezepten für Shampoobars. Ein festes Stück Shampoo welches Tenside (waschaktive Substanzen) beinhaltet.
Ich hab mich von den Rezepten inspireren lassen und dann meinen eigenen kreiert.
Da ich super gut damit klar komme, stell ich euch das Rezept hier rein. Er ist übrigens so fest wie ein Stück Seife und schäumt sehr gut.

Pulverphase:
22g SLSA
5g Kaolin (oder eine andere Tonerde)
5g Joghurtpulver
2g Guarkernmehl

Fettphase:
6g Brokkolisamenöl
2g Squalan
1g Emulsan

Wasserphase:
3g Glycerin
2g d-Pantenol
2g Schafgarbenextrakt (kann durch Wasser, Hydrolat oder einen Extrakt ersetzt werden)
7g Wasser
ev Milchsäure

1. Ölphase erwärmen bis das Emulsan geschmolzen ist.
2. Wasser und Glycerin erwärmen
3. Fettphase, Wasser und Glycerin zusammengeben und die Pulverphase dazugeben. (Ich hab die Pulver vorher nicht gemischt sondern direkt eines nach dem anderen zum Fettwassergemisch gegeben)
4. Das ganze immer wieder zwischendurch warm machen.
5. Extrakte, d-Pantenol, Milchsäure und Konservierung beigeben.

Es sollte dann ein gut knetbarer Teig sein. Wenn es sich zu trocken anfühlt (sehr brösmelig) kann man noch etwas Wasser hinzufügen. Den Teig kann man dann in eine Form drücken und den Shampoobar entweder an der Luft trocknen lassen oder für eine Stunde bei 50°Celsius in den Backofen.


So schaut er übrigens aus: 

Grüessli, Lele 

Nachtrag vom 25.1.12:
Ich bin immernoch an meinem ersten Stück und verwende ihn sehr gerne. Ich muss meine Haare immernoch nur zwei mal in der Woche waschen und sie glänzen schön.

Freitag, 30. Dezember 2011

Kaffeeseife und mein neues Schneidewerkzeug

Ich habe zwar so eine tolle Schneidevorrichtung (Variante Hanna: http://www.seifenschule.bplaced.net/zubehoer.htm), jedoch fehlte mir bisher das optimale Schneidewerkzeug. Spachtel und Draht hab ich beides schon versucht, aber es war bisher nicht so optimal.
Desswegen hab ich mir gestern ein teures Messer mit super scharfer Klinge gekauft und ich bin begeistert! Ich hab gleich meine zwei Wochen alte Kaffeeseife geschnitten und ich hab noch nie so extrem glatte Seifenoberflächen gefühlt! Perfekt glatt!
Kaffeeseife
Und die Seife ist super schön geworden. *find*

Hier noch mein neues, tolles Messer:
Filiermesser 180mm von Zwilling
Es hat eine sehr dünne, etwas flexible Klinge und passt von perfekt in meinen Seifenschneider rein.
Wenn ihr also auch noch ein Messer zum Seife schneiden sucht, das kann ich euch empfehlen!

Grüessli, Lele

Montag, 26. Dezember 2011

Naturspektakel aus meinem Fenster heraus fotografiert

Weil ich heute vor acht Uhr aufgestanden bin, durfte ich einen wunderschönen, farbenprächtigen Sonnenaufgang beobachten.

Das Foto ist nicht bearbeitet und kommt direkt von meiner Nikon Spiegelreflexkamera.

Grüessli, Lele